Dienstag, 30. Mai 2017

Die Känguru-Chroniken

Rezension "Die Känguru-Chroniken"


Titel: Die Känguru-Chroniken
Autor: Marc-Uwe Kling
Preis: 9,99,-
Verlag: ullstein
Kauflinkhier klicken

Inhalt:

»Ich bin ein Känguru - und Marc-Uwe ist mein Mitbewohner und Chronist. Nur manches, was er über mich erzählt, stimmt. Zum Beispiel, dass ich mal beim Vietcong war. Das Allermeiste jedoch ist übertrieben, verdreht oder gelogen! Aber ich darf nicht meckern. Wir gehen zusammen essen und ins Kino, und ich muss nix bezahlen.«

"Kannst du heute mal bezahlen?" fragt das Känguru nach dem Essen.

"Heute?", frage ich. "Mal?", frage ich. "Ich muss immer bezahlen, weil du nie Geld mit nimmst."

"Tja", sagt das Känguru lächelnd. 

"So ist das in der Welt, der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld."

Zum Autor:

Marc-Uwe Kling (*1982) singt nicht nur Lieder, er erzählt auch Geschichten, beides besonders gern im Radio, auf Lesebühnen oder anderen bedeutungsvollen Brettern. Grundsätzlich sind ja Lieder und Geschichten schon einmal eine gute Kombination. Doch Marc-Uwe Kling lebt darüber hinaus noch mit einem Känguru zusammen: einem kommunistischen Känguru, einem süchtigen Känguru – süchtig nach Schnapspralinen. Einem etwas rückständigen Känguru also, das zu allem Überfluss auch noch Nirvana hört. Eine durchaus schwierige Partnerschaft, die sich in absurd tiefschürfenden Debatten äußert – wie etwa in „Die Känguru Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers“.

Meine Meinung:

Marc-Uwe Kling erzählt in seinem Buch "Die Känguru-Chroniken - Ansichten eines vorlauten Beuteltiers" von sich und seinem neuem Mitbewohner einem (dem) Känguru.

Marc-Uwe Kling stellt sich in seinem Buch als Ich-Erzähler vor und zeigt uns sein Leben als Autor von einer ganz anderen Seite. Er macht Scherze über sich selbst und geht die verschiedensten Situationen/Themen mit so viel Humor an, dass man bei jedem Wort einfach nur schmunzeln muss. Die Dialoge die das Känguru und Marc-Uwe Kling miteinander führen sind voller Witz und doch werden viele wichtige Thematiken behandelt, die man durch seinen Schreibstil mit ganz anderen Augen sieht. 

Das gemeinsame Leben der beiden Protagonisten stellt sich an einigen Stellen als äußerst schwierig dar, und doch harmoniert das Zusammenleben von beiden auf undenkbare Weise ziemlich gut miteinander. 
Marc-Uwe und das Känguru erleben die seltsamsten Situationen miteinander und führen die schrägsten Diskussionen über Bud-Spencer Filme, Schnapspralinen (welche das Känguru abgöttisch liebt) und/oder den Kommunismus. 

Das Zusammenspiel zwei so unterschiedlicher Charaktere ist dem Autor super gelungen.
Wer würde denn meinen, dass aus einem Känguru, welches plötzlich ungeahnt vor der Tür steht und um Eier bittet, ein neuer Freund wird? 

Wer ein Buch mit Humor und Unterhaltungsfaktor sucht, findet an diesem Buch sicherlich Gefallen.

5 von 5 Kängu... äh Sternen !


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen